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21. Juli 2011

DVD-Kritik: Kids - In den Straßen New Yorks

Genre: Drama / Biopic Originaltitel: A Guide to Recognizing your Saints Produktion: USA 2006 Regisseur: Dito Montiel Darsteller: Robert Downey Jr., Shia LaBeouf, Chazz Palminteri, Dianne Wiest, Channing Tatum, Rosario Dawson FSK: ab 16 Anbieter (und Copyrightinhaber des eingebetteten Film-Covers): MIG / Euro-Video

Dito (Shia LaBeouf) wächst Mitte der 80er-Jahre in einem ärmlichen Viertel New Yorks auf, umringt von Perspektivlosigkeit, Frustration und Langeweile. Er pflegt falschen Umgang und hat ein gespaltenes Verhältnis zu seinen Eltern (Chazz Palminteri, Dianne Wiest), weshalb er irgendwann den Absprung wagt, nach Kalifornien zieht und den Kontakt zu seinem alten Umfeld abbricht. Knapp 20 Jahre später erhält der längst erwachsene Dito (Robert Downey Jr.) jedoch eine Anruf, dass sein Vater schwer erkrankt sei. Er reist zurück, trifft alte Bekannte wieder und stellt sich seiner Vergangenheit…

Dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten aus dem Leben des Regisseurs und Drehbuchautors Dito Montiel beruht, ist ein entscheidender Pluspunkt. Denn viele frei „erfundene“ Genrevertreter überfrachten ihre Erzählungen mit unrealistischen Action-Elementen. Hier stehen neben den Charakteren vor allem Erziehung, Respekt, Freundschaft und Liebe im Vordergrund. Die beiden Zeitebenen veranlassten den Regisseur dazu, die meisten Rollen mit unterschiedlichen Schauspielern zu besetzen, was leider oftmals unglaubwürdig ist. Wer würde schon glauben, dass aus dem seltsam unförmigen Gesicht Shia LaBeoufs die markanten Züge des Robert Downey Jr. entspringen könnten!? Schauspielerisch hingegen ist das Drama hochklassig besetzt. Bis auf wenige Ausnahmen (Shia LaBeouf, Channing Tatum fallen etwas ab) überzeugen die Darsteller, allen voran natürlich Robert Downey Jr. sowie dessen Filmeltern.

Technisch ist der Magazinbeileger leider misslungen: Häufige Artefakte stören das Bild ebenso wie ständiges Ruckeln, das mitunter zu einer kurzen Asynchronität von Bild und Ton führt. Nach Möglichkeit sollte man also auf die Original-DVD zurückgreifen. Auch der Verzicht auf die Stammsprecher einiger Schauspieler kostet Punkte. Alles in allem ist „A Guide to Recognizing your Saints“, dessen deutscher Titel zwar weniger interessant, aber immerhin auch nicht unpassend ist, ein vor allem in der zweiten Filmhälfte gelungenes Coming-of-Age-Biopic, das vom wahren Hintergrund und dem intensiven Spiel seiner Darsteller lebt.

Bild: mangelhaft
Ton: gut
Synchronisation: befriedigend
Musik: gut
Schauspielerische Leistung: gut
Drehbuch/Regie: gut
Kamera: gut
Extras: - (siehe "Anmerkung" weiter unten)

Filmwertung: GUT – Note 2,4



Anmerkung: Getestet wurde der Film als Beileger des DVD Magazins 07-08/11, das noch bis Mitte August am Kiosk zu haben ist. Außerdem sind auf dem Silberling drei Serienfolgen und einige Trailer enthalten. Wer mehr über die Zeitschrift erfahren möchte, klickt hier.

Kommentare:

  1. Artefakte sind mir noch nicht einmal so aufgefallen aber das Bild hält alle par Sekunden kurz an und somit ruckelt das Bild. Gott sei dank trifft dieses nicht auf die Tonspur zu, denn sonst hätte ich mir den Film wohl nicht bis zu Ende angesehen. Ansonsten ein durchschnittlicher Film den man sich anschauen kann, allerdings ist er nicht so gut das ich jetzt nach der Kauf DVD ausschau halte. Wenn ich ihn allerdings irgendwo zufällig günstig sehe nehme ich ihn mit.

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  2. So werde ich es ebenfalls handhaben. Wer das DVD Magazin noch nicht gekauft hat und am Film interessiert ist, dem würde ich eben gleich die Original-DVD ans Herz legen. Artefakte kommen übrigens etwa vier, fünf Mal vor, da zerreißt es dann für wenige Sekunden große Teile des Bildes. Habe bereits auf der Facebook-Seite des DVD Magazins nachgefragt, aber die schweigen zum Thema...

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  3. Das DVD-Magazin habe ich auch gekauft, da ich die "Kill Point"-Reihe komplett haben will (und auch erst dann gucke).

    Vielleicht sollte man eine Mail an den Verlag schicken. Wenn jemand einen Text vorbereitet, dann würde ich den kopieren und auch mailen.

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