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24. November 2010

DVD-Kritik: No Good Deed

Genre: Thriller Originaltitel: The House on Turk Street Produktion: D / USA 2002 Regisseur: Bob Rafelson Darsteller: Samuel L. Jackson, Milla Jovovich, Stellan Skarsgård, Doug Hutchison, Grace Zabriskie, Joss Ackland FSK: ab 16 Anbieter (und Copyrightinhaber des eingebetteten Film-Covers): Splendid

Hätte er doch bloß abgelehnt: Der Hobby-Cellist Jack (Samuel L. Jackson) ist im Hauptberuf Polizist mit dem Auftragsgebiet, gestohlene Fahrzeuge wieder zu beschaffen. Kurz vor der Abreise zu einem Cello-Seminar überredet ihn seine Nachbarin, deren verschollene Tochter zu suchen. Sein Weg führt ihn bis in die Turk Street, wo er einer alten Dame in ihr Haus hilft – nicht ahnend, dass dies ein Versteck für eine fünfköpfige Verbrecherbande um den gefährlichen und unberechenbaren Tyrone (Stellan Skarsgård) ist. Der ahnungslose Cop wird natürlich gleich gefangen genommen und bekommt Erin (Milla Jovovich) als Aufpasserin an seine Seite gestellt. Auch sie liebt die Musik – doch ist das genug, um auf ihren Anteil an einem lange geplanten Banküberfall zu verzichten?

„The House on Turk Street“, so der Originaltitel, war Splendid wohl zu langweilig, weshalb man sich für den alternativen englischen Titel entschied. Der klingt zwar spannender, hat aber nur wenig mit der Story zu tun - eine leider immer wieder gesehene Unsitte der Film-Verleiher. Der Thriller selbst lebt klar von seinen hochklassigen Darstellern. Gerade Samuel L. Jackson und Milla Jovovich überspielen zumeist gekonnt die eine oder andere Ungereimtheit im Drehbuch. Leider agiert die Resident-Evil-Amazone zeitweise nah am Overacting, vor allem in den Szenen, in welchen sie und Jack sich näher kommen. Überhaupt ist es seltsam, dass eigentlich jeder Mann unter 75 der Meinung ist, Erin sei einzig und allein an ihm interessiert. Da ist es fast folgerichtig, dass auch der Zuschauer auf seine Kosten kommen soll, weshalb er sich über den Anblick der musikalischen Gaunerin im Evakostüm freuen darf.

Technisch erlaubt sich der Film keine größeren Schwächen. Im Gegenteil: Gerade die bei Direct-to-DVD-Produktionen oftmals vernachlässigte deutsche Synchronfassung ist hier sehr gelungen, bis in die kleinste Nebenrolle wurden passende Sprecher verpflichtet. „No Good Deed“ ist ein solider Film über die Macht der Musik und der Begierde, der keineswegs hochklassig ist, dank vieler guter Schauspieler letztlich aber doch gefällt.

Bild: gut
Ton: gut
Synchronisation: sehr gut
Musik: gut
Schauspielerische Leistung: gut
Drehbuch/Regie: befriedigend
Kamera: gut
Extras: - (siehe „Anmerkung“ weiter unten)

Filmwertung: BEFRIEDIGEND – Note 2,9



Anmerkung: Getestet wurde der Film als Beileger des SFT-Magazins 12/10, das seit heute (24. November) bis Ende Dezember für 4,50 € am Kiosk zu haben ist. Außerdem ist auf dem Silberling das PC-Spiel „Desperados 2“ enthalten. Wer mehr über die Zeitschrift und den DVD-Inhalt erfahren möchte, klickt hier oder hier.

Kommentare:

  1. Danke für die Rezension.

    Man könnte sich langsam mal fragen, in welchem Film Milla Jovovich nicht nackt zu sehen war. Oder schaue ich nur die falschen bzw. richtigen Filme ;-)

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  2. Ich mag die Milla ja nicht so sehr, deshalb sah ich auch noch nicht allzu viele Filme mit ihr. Aber ganz ehrlich: Bei ihr gibt es ja nicht gerade viel... äh... zu... entdecken. ;-)

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  3. Willst Du etwa Pamela Anderson-Filme gucken, um "mehr" zu entdecken?

    P.S.: Für Deinen Kommentar musst Du aber in die Chauvi-Kasse einzahlen...!

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  4. Na gut, ich gebe nen Fünfer in die Chauvi-Kasse. Und nein, Pamelas Filme fand ich bis auf Borat und ihr "Stolen Home-Video" natürlich nicht sonderlich gut. Aber es gibt ja auch gute Schauspielerinnen, die etwas mehr als Körbchengröße A haben: Penélope Cruz beispielsweise. Die spielt besser und sieht auch noch besser aus als Frau Jovovich! :-)

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  5. Samuel Jackson in seinen jungen Jahren mit der Zombie Braut Milla an seiner Seite kann das gut gehen? Hab den Film noch nicht gesehen. Dennoch wird das wohl in der Zukunft geschehen und ich vertrau auf deine Bewertung. :D

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